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Helle Werkstatt mit Werkbank und geordnetem Werkzeug als Moodbild für eine Loxone Lichtszene

Loxone Werkstatt-Szene einrichten: Tutorial

Im Spätsommer wandern Reparaturen, Fahrradpflege und erste Herbstprojekte wieder häufiger an die Werkbank. Dieses Tutorial zeigt, wie eine Loxone Werkstatt-Szene aus sicherem Grundlicht, hellem Arbeitslicht und einer ruhigen Aufräum-Szene entsteht. Molto Luce und Faro liefern passende Leuchten für Fläche und Akzent, Emilum ergänzt 24V-Licht an Werkbank und Regalen.

Das Ziel der Werkstatt-Szene

Eine Werkstatt braucht mehr als einen Schalter an der Tür. Beim Betreten soll zunächst ein gleichmäßiges Orientierungslicht aktiv werden. Erst wenn tatsächlich gearbeitet wird, schaltet die Szene Werkbank und Maschinenbereich heller. Beim Aufräumen hilft breit verteiltes Licht, Schrauben, Späne und Stolperstellen zu erkennen. Beim Verlassen gehen alle Lichtgruppen kontrolliert aus.

Für das Beispiel werden vier Gruppen angelegt: Grundlicht, Werkbank, Regallicht und Sicherheitslicht am Ausgang. Jede Gruppe bleibt separat bedienbar. Die Szenen fassen diese Ausgänge lediglich sinnvoll zusammen. So lässt sich eine defekte oder ungeeignete Leuchte später tauschen, ohne die gesamte Logik neu aufzubauen.

Schritt 1: Grundriss und Lichtgruppen festlegen

Markieren Sie Tür, Fenster, Werkbank, Regale, Maschinen und Laufwege im Grundriss. Das Grundlicht muss den Boden gleichmäßig erfassen, darf aber an der Werkbank keine störenden Schatten erzeugen. Direkt über der Arbeitsfläche ist ein breiter Lichtanteil von vorn oder seitlich günstiger als ein enger Spot hinter der arbeitenden Person.

Planen Sie anschließend vier getrennte Stromkreise oder DALI-Adressen. Eine mögliche Benennung lautet Werkstatt Grundlicht, Werkbank, Regal und Ausgang. Verständliche Namen erleichtern später die Arbeit in Loxone Config. Dokumentieren Sie außerdem Betriebsgerät, Dimmverfahren, Leistung und Lichtfarbe jeder Gruppe.

Molto Luce TURN ON 2, DELIA oder LITIN 2 können je nach Raumhöhe ein ruhiges Grundlicht bilden. Kompakte Faro Leuchten ergänzen Nischen oder den Eingang. Für die konkrete Auswahl müssen Lichtstrom, Abstrahlwinkel, Montageart und Schutzart zum Raum passen.

Schritt 2: Leuchten und Treiber prüfen

Prüfen Sie vor der Verdrahtung, ob jede Leuchte schaltbar, phasendimmbar, per DALI steuerbar oder für 24V ausgelegt ist. Diese Verfahren sind nicht beliebig austauschbar. Ein 24V LED-Stripe benötigt ein passendes Netzteil und je nach Ausführung einen geeigneten Dimmer. DALI-Leuchten benötigen eine DALI-Schnittstelle und korrekte Adressierung.

Für die Werkbank ist eine gute Farbwiedergabe wichtig, damit Kabeladern, Holzoberflächen und Lacke zuverlässig beurteilt werden können. Neutralweißes Licht kann bei präzisen Arbeiten angenehm sein, während warmweißes Grundlicht den Raum in Pausen ruhiger wirken lässt. Verschiedene Lichtfarben sollten bewusst gewählt und vorab bemustert werden.

Emilum 24V-Stripes eignen sich als lineares Licht unter einem Regal über der Werkbank. Das Profil muss die LED-Punkte abschirmen und Wärme ableiten. Netzteil und Dimmer bleiben zugänglich. Ein Stripe ersetzt kein Grundlicht, verbessert aber die vertikale Beleuchtung der Arbeitsfläche deutlich.

Schritt 3: Ausgänge in Loxone Config anlegen

Legen Sie für jede Lichtgruppe einen eindeutig bezeichneten Ausgang an. Je nach Installation sind dies Relaisausgänge, Dimmerkanäle oder DALI-Aktoren. Testen Sie zunächst jeden Ausgang einzeln. Erst wenn Zuordnung und Dimmrichtung stimmen, wird die Szenenlogik ergänzt.

Notieren Sie die niedrigste stabile Dimmstufe. Manche Treiber flackern oder schalten unterhalb eines bestimmten Werts ab. Verwenden Sie deshalb keine theoretischen Minimalwerte, sondern erprobte Grenzen. Für schaltbare Leuchten werden nur Ein und Aus verwendet.

Schritt 4: Lichtsteuerung und Szenen erstellen

Fügen Sie in Loxone Config einen Baustein für die Lichtsteuerung des Raums ein und ordnen Sie die vier Ausgänge zu. Legen Sie mindestens drei Stimmungen an:

  • Arbeiten: Grundlicht 80 Prozent, Werkbank 100 Prozent, Regal 80 Prozent, Ausgang 40 Prozent.
  • Aufräumen: alle flächigen Gruppen 100 Prozent, Akzentlicht aus.
  • Kurz hinein: Grundlicht 45 Prozent, Ausgang 35 Prozent, Werkbank und Regal aus.

Die Werte sind Startpunkte, keine universellen Vorgaben. Helle Wände benötigen oft weniger Leistung als dunkle Oberflächen. Prüfen Sie jede Stimmung im realen Raum und passen Sie die Werte gemeinsam mit den Nutzern an.

Die Produktauswahl für Grund- und Aufgabenlicht verbindet Molto Luce und Faro. Der Slider dient als Planungsansatz; vor Bestellung sind elektrische Kompatibilität und Lichtberechnung zu prüfen.

Schritt 5: Präsenz sinnvoll nutzen

Ein Präsenzmelder kann beim Betreten die Szene Kurz hinein starten. Die helle Szene Arbeiten sollte jedoch bewusst über Taster oder App gewählt werden. Das verhindert, dass bei jedem kurzen Gang in den Keller sofort die komplette Werkstattbeleuchtung startet.

In einer Werkstatt darf Licht bei ruhiger Tätigkeit nicht plötzlich ausgehen. Platzieren Sie den Sensor so, dass er Bewegungen an der Werkbank erfasst, und wählen Sie eine ausreichend lange Nachlaufzeit. Eine Vorwarnung durch sanftes Herunterdimmen ist angenehmer als abruptes Ausschalten. Ein Taster verlängert die aktive Arbeitsphase jederzeit.

Erfassen Sensoren auch angrenzende Flure, müssen Erfassungsbereich und Empfindlichkeit angepasst werden. Maschinen oder Wärmequellen dürfen keine unbeabsichtigten Schaltungen auslösen. Die Abschaltautomatik wird erst aktiviert, nachdem alle typischen Tätigkeiten getestet wurden.

Schritt 6: Tasterbelegung verständlich halten

Ein kurzer Tastendruck kann die bevorzugte Szene aufrufen, ein weiterer Druck durch die Stimmungen wechseln. Eine eindeutig definierte Aus-Funktion muss immer erreichbar bleiben. Beschriftung oder eine kleine Legende helfen Personen, die die Werkstatt selten nutzen.

Für den Ausgang empfiehlt sich ein zentraler Aus-Befehl. Er schaltet alle vier Lichtgruppen aus, ohne sicherheitsrelevante Verbraucher oder Steckdosen pauschal zu trennen. Lichtsteuerung und Maschinenfreigabe bleiben getrennte Systeme. Arbeiten an Netzspannung und Verteilungen gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.

Schritt 7: Regal- und Orientierungslicht ergänzen

Regallicht hilft, Kleinteile schnell zu finden. Ein Emilum 24V-Stripe kann in einem Aluminiumprofil so montiert werden, dass er nach unten und leicht nach hinten leuchtet. Dadurch wird der Fachinhalt sichtbar, ohne direkt in die Augen zu strahlen. Für staubige oder feuchte Räume ist die geeignete Schutzart zu wählen.

Am Ausgang genügt nachts ein niedriges Orientierungslicht. Eine kompakte Faro Wand- oder Aufbauleuchte kann den Türbereich markieren. Das Licht sollte den Weg zeigen, aber nicht aus dem Raum heraus blenden. Molto Luce Leuchten übernehmen je nach Planung die gleichmäßige Decken- oder Wandaufhellung.

Loxone Komponenten, Emilum 24V-Licht und passende Sensorik bilden die zweite Produktauswahl. Prüfen Sie Versorgung, Leistung, Kanalbelegung und Reserve des Netzteils gemeinsam.

Schritt 8: Automatik testen und absichern

Testen Sie die Anlage nicht nur im hellen Raum. Kontrollieren Sie morgens, am Abend und bei geschlossener Tür jede Szene. Achten Sie auf Schatten an der Werkbank, Reflexe auf Metall, Flackern beim Dimmen und dunkle Stellen auf dem Boden. Prüfen Sie außerdem, ob der Präsenzmelder sitzende oder feinmotorische Arbeit zuverlässig erkennt.

Simulieren Sie anschließend typische Abläufe: kurz ein Werkzeug holen, zwanzig Minuten reparieren, längere Zeit konzentriert arbeiten und am Ende aufräumen. Nach einem Stromausfall muss ein definierter Zustand wiederhergestellt werden. Ein automatischer Start der hellsten Szene ist meist unnötig.

Speichern Sie die geprüfte Loxone-Konfiguration und dokumentieren Sie Szenennamen, Dimmwerte, DALI-Adressen und Treiber. Nach Änderungen an Leuchten oder Betriebsgeräten wird die Dokumentation aktualisiert. So bleibt die Werkstatt auch nach Jahren wartbar.

Typische Fehler

  • Nur einen Bewegungsmelder mit sehr kurzer Nachlaufzeit verwenden.
  • Werkbank und Grundlicht auf denselben Ausgang legen.
  • LED-Stripes ohne Profil, Kühlung oder zugängliches Netzteil montieren.
  • DALI, 24V und Phasendimmung ohne Kompatibilitätsprüfung mischen.
  • Maschinensteckdosen über denselben zentralen Aus-Befehl wie das Licht steuern.
  • Die Szenen nur am Bildschirm und nicht bei realer Arbeit testen.
  • Produktfreigaben, Schutzart und maximale Last nicht dokumentieren.

Checkliste für die Inbetriebnahme

  • Sind alle Lichtgruppen einzeln geprüft und klar benannt?
  • Bleibt die Werkbank frei von Körperschatten und Blendung?
  • Sind Dimmverfahren, Treiber und Steuerung kompatibel?
  • Erkennt der Präsenzmelder auch ruhige Arbeit zuverlässig?
  • Gibt es eine verständliche manuelle Bedienung?
  • Sind Netzteile und Steuergeräte zugänglich?
  • Wurde der zentrale Aus-Befehl ohne Maschinensteuerung getestet?
  • Sind Konfiguration, Adressen und Dimmwerte dokumentiert?

Fazit

Eine gute Loxone Werkstatt-Szene verbindet Sicherheit mit einfacher Bedienung. Getrennte Gruppen für Grundlicht, Werkbank, Regal und Ausgang schaffen genau das Licht, das der jeweilige Arbeitsschritt benötigt. Molto Luce und Faro decken flächiges und akzentuiertes Licht ab, Emilum ergänzt lineares 24V-Arbeitslicht. Präsenz startet eine sparsame Orientierung, während die helle Arbeitsszene bewusst gewählt wird.

Wer Ausgänge zuerst einzeln testet, reale Dimmgrenzen dokumentiert und die Automatik mit typischen Abläufen prüft, erhält eine robuste Lösung statt einer komplizierten Spielerei. LIGHT unterstützt bei Leuchtenauswahl, Steuerung, DALI- und 24V-Planung sowie der Abstimmung mit der Elektrofachkraft.

Autor: Roman – Experte für hochwertige Lichtplanung, smarte Steuerung, DALI und architektonische Designerleuchten.

Quellen: Loxone Knowledge Base zur Beleuchtungssteuerung und Präsenz; Herstellerinformationen von Molto Luce, Faro und Emilum; Shop-Produktfeed von smarthome-beleuchtung.de, geprüft am 05.08.2026.

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