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Wohnlicher Raum mit warmem Licht und Faro ALO Deckenventilator

Loxone Ambient Mode: Display trifft Herbstlicht

Anfang September verändert sich die Lichtstimmung zu Hause spürbar. Das Tageslicht wird früher weich, am Abend wandern Aktivitäten wieder stärker ins Wohnzimmer und ein heller Bildschirm fällt schneller unangenehm auf. Genau in diese Übergangszeit fällt Loxone Config & App 17.2. Die am 3. September 2026 vorgestellte Version erweitert die Unterstützung für das Wall Display 10″ und bringt dessen neuen Ambient Mode in den Mittelpunkt. Das ist keine neue Leuchte und auch keine zusätzliche Lichtszene. Der Modus macht das Display vielmehr zu einem ruhigen visuellen Hintergrund, der sich besser in den Raum einfügt.

Für eine gute Lichtplanung ist diese Unterscheidung wichtig: Das Display begleitet die Atmosphäre, während Leuchten, LED-Stripes, Sensoren und die Loxone-Steuerung das eigentliche Raumlicht erzeugen. Richtig kombiniert entsteht ein Herbstabend, bei dem Bedienoberfläche und Beleuchtung dieselbe Sprache sprechen – unaufdringlich, warm und automatisch passend zur Nutzung.

Was ist am Ambient Mode von Loxone neu?

Laut Loxone bündelt Version 17.2 von Config & App die Funktionen, die zur Inbetriebnahme und Verwaltung des neuen Wall Display 10″ benötigt werden. Das Gerät lässt sich über die Tree-Turbo-Suche oder die Netzwerkgerätesuche einlernen. Im zugehörigen Funktionsbaustein wird unter anderem festgelegt, welcher Nutzer angemeldet ist, wann der Ambient Mode aktiv wird und welche Benachrichtigungen erscheinen dürfen. Einstellungen lassen sich außerdem über die App verwalten; Loxone nennt hier auch das Touch Pure Display.

Für die Nacht ist ein Wechsel in einen dunklen Modus vorgesehen. Eine dezente rote Darstellung soll den Schlaf möglichst wenig stören. Das ist besonders sinnvoll, wenn ein Display im Schlafzimmer, im Flur oder nahe einer offenen Wohnzone montiert ist. Ein dauerhaft helles Bedienpanel kann dort selbst bei sorgfältig gedimmter Beleuchtung die gewünschte Ruhe durchbrechen.

Der Ambient Mode ersetzt jedoch weder die Planung von Beleuchtungsstärke und Lichtfarbe noch die Automatik einer Lichtsteuerung. Er zeigt Hintergründe beziehungsweise Informationen auf dem Display. Erst zusammen mit passenden Lichtstimmungen wird daraus ein schlüssiges Gesamterlebnis.

Herbstlicht funktioniert in drei Ebenen

Ein gemütlicher Raum braucht mehr als eine zentrale Deckenleuchte. Für die ersten langen Abende der Saison bewährt sich ein Aufbau aus drei Ebenen:

  1. Grundlicht sorgt für sichere Orientierung und verteilt eine moderate Helligkeit im Raum. Statt maximaler Leistung zählt eine gleichmäßige, blendfreie Verteilung.
  2. Zonenlicht unterstützt konkrete Tätigkeiten: eine Stehleuchte am Sessel, Licht über dem Tisch oder ein gerichteter Strahler am Regal.
  3. Akzentlicht bringt Tiefe in den Raum. Indirekte LED-Stripes, beleuchtete Nischen oder ein sanfter Lichtsaum hinter Möbeln verhindern, dass der Bildschirm zum hellsten Punkt wird.

Der Ambient Mode lässt sich als vierte, digitale Ebene verstehen. Seine Aufgabe ist nicht, den Raum zu beleuchten, sondern die Bedienoberfläche optisch zurückzunehmen. Das gelingt besonders gut, wenn das reale Licht bereits sauber zoniert und gedimmt ist.

Loxone-Szenen passend zum Display planen

In einer Loxone-Installation sollte der Wechsel zum Abend nicht von vielen einzelnen Handgriffen abhängen. Präsenz, Uhrzeit, Helligkeit und Nutzung können gemeinsam entscheiden, welche Stimmung aktiv wird. Für den Frühherbst sind beispielsweise drei klar getrennte Szenen sinnvoll:

Ankommen: Das Grundlicht schaltet nicht sofort auf volle Leistung. Flur und Wohnzone werden sicher ausgeleuchtet, Akzente an Wand oder Möbeln geben Orientierung. Das Display zeigt nur die Informationen, die beim Heimkommen tatsächlich hilfreich sind.

Abend: Direktes Licht wird reduziert, warmes Zonen- und Akzentlicht übernimmt. Ein RGBW- oder Tunable-White-System kann die Lichtfarbe anpassen, sofern die angeschlossenen Leuchten dies technisch unterstützen. Der Ambient Mode ergänzt die Stimmung mit einem zurückhaltenden Hintergrund.

Nacht: Nur Wege und notwendige Bereiche bleiben schwach beleuchtet. Im Display verhindert der dunkle beziehungsweise rote Nachtmodus unnötige Helligkeit. Bewegungs- oder Präsenzmelder sollten in dieser Phase nicht dieselbe Lichtmenge abrufen wie am frühen Abend.

Entscheidend ist eine ruhige Abstimmung. Wenn jede Präsenzmeldung gleichzeitig Grundlicht, Akzentlicht und Display verändert, wirkt die Automatik hektisch. Besser sind definierte Übergänge, sinnvolle Verzögerungen und wenige, verständliche Szenen.

Molto Luce für blendfreie Grund- und Akzentbeleuchtung

Molto Luce bietet für diese Lichtarchitektur flexible Lösungen. Das kompakte VOLARE-System kann unterschiedliche Leuchtentypen in einer filigranen Stromschiene zusammenführen. Zwei getrennt steuerbare Stromkreise erlauben es, Grundlicht und Akzente unabhängig zu behandeln. Je nach Ausführung stehen außerdem dimmbare Varianten beziehungsweise Lösungen mit DALI oder Casambi zur Wahl.

Für den Herbstabend sollte ein Strahler nicht direkt auf Augenhöhe oder auf glänzende Bildschirmflächen zielen. Besser ist eine Ausrichtung auf Wandflächen, Bilder oder Regale. Das reflektierte Licht erweitert den Helligkeitseindruck, ohne den Raum flach auszuleuchten. Tief entblendete Leuchten aus der DARK-NIGHT-Familie können dort interessant sein, wo ruhiges Deckenlicht gefragt ist.

Wichtig bleibt die Systemgrenze: Eine Casambi-Leuchte ist nicht automatisch ohne zusätzliche Planung Teil einer Loxone-Lichtszene. DALI, 24-Volt-Technik und andere Schnittstellen müssen passend zu Leuchte, Betriebsgerät und Steuerung ausgewählt werden. Diese Entscheidung gehört vor die Bestellung.

Faro setzt wohnliche Lichtpunkte

Faro-Leuchten eignen sich besonders gut für die zweite Ebene der Planung. Wand-, Tisch- und Stehleuchten bringen Licht dorthin, wo am Abend gelesen, gesprochen oder entspannt wird. Eine dimmbare Stehleuchte wie LE VITA kann am Sitzplatz funktionales Licht liefern, während Wandleuchten wie SUAU oder MAYA kleinere Zonen markieren.

Das Ziel ist kein vollständig gleich heller Raum. Unterschiedliche Helligkeiten erzeugen Tiefe und machen die Atmosphäre wohnlicher. Gleichzeitig sollte die Zone rund um das Wall Display nicht völlig dunkel bleiben. Ein sanfter Lichtanteil an der Wand reduziert den Kontrast zwischen Display und Umgebung und kann die Wahrnehmung angenehmer machen.

Bei Leuchten mit integriertem Dimmer oder eigener Elektronik ist vorab zu prüfen, wie sie in die gewünschte Automatik eingebunden werden können. Nicht jede dekorative Leuchte lässt sich direkt über einen externen Dimmer regeln. Gegebenenfalls ist eine geschaltete Steckdose, eine geeignete Leuchtenvariante oder eine andere Steuerstrategie sinnvoll.

Emilum und 24-Volt-Licht für indirekte Akzente

Indirekte 24-Volt-LED-Stripes von Emilum können Möbel, Vorhangschienen, Wandvorsprünge oder Regalböden mit einem ruhigen Lichtsaum versehen. Für wohnliche Abende ist warmweißes Licht um 2700 bis 3000 Kelvin häufig passend. Tunable White schafft mehr Spielraum, wenn dieselbe Installation tagsüber sachlicher und abends wärmer wirken soll.

Ein COB-Stripe reduziert sichtbar einzelne Lichtpunkte und eignet sich deshalb für flache Profile oder indirekte Linien, die aus bestimmten Blickwinkeln teilweise sichtbar sind. Dennoch gehören ein passendes Aluminiumprofil, Wärmeabfuhr, ausreichend dimensionierte Netzteile und zugängliche Verbindungen zur Planung. Lange Leitungswege und hohe Leistungen können Spannungsabfälle verursachen; Querschnitt und Einspeisepunkte sollten deshalb berechnet werden.

In Verbindung mit einem Loxone RGBW 24V Dimmer lassen sich geeignete Stripes in Szenen einbinden. Dabei müssen Betriebsspannung, Leistung, Kanalbelegung und Stripe-Typ zusammenpassen. Ein RGBW-Dimmer macht aus einem einfarbigen Stripe keine farbige oder Tunable-White-Lösung – die Lichtquelle bestimmt, welche Funktionen wirklich verfügbar sind.

Was die aktuelle Herstellerneuheit für die Planung bedeutet

Der neue Ambient Mode ist vor allem ein Detail mit großer Wirkung auf die Bedienqualität. Ein Smart Home wirkt dann überzeugend, wenn Technik nicht ständig Aufmerksamkeit fordert. Im Herbst zeigt sich das besonders deutlich: Sobald die Fensterflächen dunkel werden, treten helle Anzeigen, Reflexionen und ungünstig platzierte Lichtquellen stärker hervor.

Für Neubau und Sanierung lohnt es sich deshalb, das Wall Display nicht isoliert zu betrachten. Montagehöhe, Blickachsen, angrenzende Leuchten und die Helligkeit der Wandfläche gehören zusammen. Wer ein Display gegenüber einer Glasfront oder direkt neben einen starken Spot setzt, riskiert Reflexionen und harte Kontraste. Eine ruhige Wand, seitliches Akzentlicht und eine automatisch angepasste Anzeige sind meist stimmiger.

Molto Luce, Faro und Emilum liefern dafür unterschiedliche Bausteine: architektonisches Licht, wohnliche Lichtpunkte und flexible 24-Volt-Linien. Loxone verbindet die Komponenten über die jeweils geeignete Schnittstelle zu Szenen und ergänzt mit Config & App 17.2 die Bedienoberfläche des Wall Display 10″. Das Ergebnis ist keine einzelne Produktfunktion, sondern ein abgestimmtes System.

Checkliste für einen ruhigen Herbstabend

  • Display und Leuchten nicht als getrennte Inseln planen.
  • Grundlicht, Zonenlicht und Akzentlicht separat schalt- oder dimmbar vorsehen.
  • Direkte Blendung und Spiegelungen auf dem Wall Display vermeiden.
  • Für den Abend wenige verständliche Szenen statt vieler kleiner Automatiken anlegen.
  • Nachtbeleuchtung und Display-Nachtmodus deutlich dunkler als die Abendszene einstellen.
  • Bei Molto Luce die gewünschte Dimm- und Schnittstellenvariante vor der Bestellung prüfen.
  • Bei Faro-Leuchten klären, ob integrierte Elektronik, externer Dimmer oder Schaltaktor vorgesehen ist.
  • Emilum-Stripes mit Profil, Netzteil, Leitungslänge und Wärmeabfuhr planen.
  • Loxone Config & App 17.2 sowie Geräte-Firmware nur nach Prüfung der Projektanforderungen aktualisieren.

Fazit: Der Bildschirm wird Teil der Lichtstimmung

Loxone Config & App 17.2 macht mit dem Ambient Mode einen oft übersehenen Punkt sichtbar: Auch ein Bedienpanel prägt die Atmosphäre eines Raumes. Gerade an frühen Herbstabenden sollte es nicht gegen die Beleuchtung arbeiten. Ein dunkler Nachtmodus, kontrollierte Informationen und ein ruhiger Hintergrund sind deshalb sinnvolle Ergänzungen.

Die eigentliche Qualität entsteht jedoch in der Lichtplanung. Blendfreies Grundlicht von Molto Luce, wohnliche Lichtpunkte von Faro, indirekte 24-Volt-Akzente von Emilum und passend konfigurierte Loxone-Szenen greifen ineinander. So bleibt das Smart Home funktional, ohne technisch zu wirken – und der Raum fühlt sich auch dann stimmig an, wenn draußen schon früh die Dämmerung beginnt.

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